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wie wir auf das, was uns entgegen kommt, reagieren können. und das gibt uns ganz viel handlungsspielraum und selbstverantwortung. oft denkt man, man ist einfach so ausgeliefert, dem was so auf einem zukommt. (ich kann ja ein lied davon singen). dennoch, ich bin auch überzeugt: wir haben die wahl und bestimmen so, unser geschick. dazu eine kleine geschichte, die mir diese woche eine freundin erzählt hat:

im strassenverkehr: ein auto kommt nicht mehr vom fleck, das auto dahinter hupt und hupt, weil es weiter will, natürlich. da steigt aus dem vorderen auto, eine imposannte mamma, klopft dem hupenden auto an die scheibe und sagt: schätzchen, ich komme nicht weiter wie mein wagen nicht mehr anspringt, willst du für mich mal versuchen, ob du es zustande bringst und ich steig für dich in dein auto und hupe?

life could be so easy ;-)

eigentlich fühl ich mich langsam frei. frei von ihm. bereit für einen neuen, oder mindestens, bereit für mein leben einfach so.

aber etwas ist noch. etwas schwerwiegendes. etwas wundenhinterlassendes. aber bevor sie die restlichen wunden hinterlassen könnte, müssten sie raus. die verbleibenden widerhaken.

zum beispiel diesen, der mich alle männer scannen lässt, nach dem masstab: wie genau würde es ihn treffen, wenn ich mit dem zusammen wäre. fuck, mir wird bewusst, dass ich jenseits von frei bin, in der wahl eines mannes. denn er müsste schon so sein, dass es den ex treffen würde, wenn ich mit dem zusammen wäre. einen, dem der ex, in seinen augen, das wasser nicht reichen könnte. gerne würde ich diesen widerhaken so schnell wie möglich aus mir rausreissen, damit die wunde heilen könnte, und ich frei wäre, einen mann zu finden, der einfach mein idealer partner ist. weil er zu mir passt. egal was der ex dazu meinen könnte.

oder dieser scheiss widerhaken, der meine gedanken mehrmals am tag wieder an dem ex rumstudieren lassen. bevorzugt in kombination mit seiner neuen. was sie wohl tun oder auch lassen, wie glücklich oder frustriert sie sind. wann immer ich mich dabei ertappe, dass die gedanken in diese richtung gehen, bitte ich um gnade, denn ich hab es so satt. hab so die schnauze voll. und dann drehen sich die gedanken auch schnell in ne andere richtung. aber wenn mir jemand bitte diesen widerhaken rausreissen könnte, damit diese wunde heilen kann und meine gedanken frei sind, ich würde viel drum geben....

jetzt studier ich an nem dritten solchen haken rum, es kommt mir keinen in den sinn. das ist ja schon super. ich bin echt bereit, diese wunden auch noch zu lecken. aber, reisst mir sie raus, bitte. ich mag echt nicht mehr und will in die zukunft schreiten... herzlichsten, demütigsten dank!

Spannungsfeld

da bin ich ganz in meiner mitte und liebe und freude und bereit, meine schritte zu tun und in frieden, und ein paar stunden später ist er wieder da. dieser unbändige hunger nach leben. diese schier unstillbare lust nach feiern und lieben und lachen und spaß haben.

jedes jahr das gleiche... ich nehme mir vor, so schnell wie möglich die buchhaltung zu machen, damit ich das hinter mir habe, aber, dann schlep ich es doch wieder vor mich hin. und nun nun fang ich damit an. motiviert bin ich nicht gerade. aber wenn das wetter schon so regnerisch ist, ist es nicht der schlechteste moment. denn wenn die sonne dann endlich scheint, möchte ich mich lieber im bikini draussen rumtreiben....

also, beisse ich in den sauren apfel...

warum meine zukunft mit einem anderen mann sein wird. weil du mich, uns verraten hast. weil wir auch freunde waren, und nicht nur ein paar. und mit deinen halbwahrheiten und geheimnisstuereien rund um die trennung und auch schon im vorfeld, so behandelt man idioten, und nicht freunde. und wenn mich jemand für einen Idioten hält, kann mir derjenige für immer gestohlen werden. und verräter ebenso. verraten hast du mich, indem du mir nie ernsthaft mitgeteilt hast, dass du dich heimlich am fortschleichen bist.

das fundament unserer liebe und freundschaft, falls es das überhaupt gegeben hat, ist für immer zerstört. manchmal zweifle ich, ob es den a., mit dem ich dachte über acht jahre meines lebens verbracht zu haben, überhaupt gegeben hat. jedenfalls du, wie ich dich jetzt sehe, bist es nicht. leb wohl und verschone mich.

ich hab jetzt noch mit meinen engsten freunden über das thema geredet. das letzte, was der ex und ich noch wirklich miteinander kommuniziert haben, ist das mail, dass er mir geschrieben hat, er denke noch viel an mich und hoffe manchmal, wir kämen wieder zusammen und die ganze storry würde uns mehr denn je zusammenschweissen und wir wüssten, dass wir wirklich zusammengehören.

ja, das war der letzte wirkliche kontakt zwischen uns. ich hab nicht auf dieses mail geantwortet. und nun merke ich, es hat seine wirkung nicht verfehlt. mich an ihn zu binden, für unbestimmte zeit. für so lange, bis er es sich überlegt hat. oder so. jedenfalls blockiert es mich.

nun will ich mich von diesem stigma auch noch befreien. ich dachte, ich müsse nochmals mit ihm reden, und das klarstellen. quasi ihn zwingen, seine aussage zurückzunehmen. oder so.

meine freunde meinen, nein. red nicht mehr mit dem. das bringt nichts. der weiss immer genau, was sagen und womit er welche wirkung erziehlt. du musst für dich dieses thema beenden. schreib ihm ne mail zurück, aber schick sie ihm nicht. dass falls er wieder mit dem thema käme, du dann genau weisst, was du sagen willst.

nun gut, gute idee. und das tu ich hier und jetzt.

lieber a. dein mail hat mir sehr geschmeichelt. schön denkst du noch an mich. supi für mich, bezw. mein selbstbewusstsein, dass du dir vorstellst, wir kämen nochmals zusammen und merkten dann, dass es die grosse liebe ist zwischen uns. echt, nach all den gemeinheiten, die du mir davor gschrieben hast, tat das echt mal gut. meiner weiblichkeit und überhaupt.

aber weisst du was? für mich ist das keine option. frei nach dem motto: das erste mal kann man nichts dafür, das zweite mal ist man selber schuld. oder auch: als du mit mir zusammen warst, dachtest du nach deinen aussagen schon lange daran, noch etwas anderes erleben zu müssen. jetzt bist du mit ner anderen zusammen, und schreibst mir diese sachen? ja aber hallo. wie gemein ist den das für alle seiten? und wenn du dann wieder mit mir zusammen wärst, woran dächtest du dann wohl? aber das ist alles nicht so wichtig. das für mich ausschlaggebende dafür, dass ich für immer die türe zu dir zuschlage ist, dass du mich einfach wahnsinnig verletzt hast. in extrem vielem was du getan hast. bereits während unserer beziehung, und auch in der trennung. es hat mir so enorm vieles unsäglich weh getan. sowas möchte ich nie mehr erleben. und ein mann, der so gemein und kalt sein kann, werde ich nicht mehr in mein bett und auch nicht mehr an meinen tisch lassen. lieber a. die zeit mit dir hat mir sehr viel gutes gebracht, dafür bin ich froh und dankbar. aber meine zukunft wird mit meinem idealen partner sein, mit dem ich die grosse liebe erleben werde. und das, das wird ein anderer sein. ich freue mich auf ihn. lebe wohl!

endlich end-lich sollte ich jetzt loslassen. den ex. es soll mir jetzt scheissegal sein. was er tut, wie er sich fühlt, ich will es ihm jetzt gönnen, wenn es ihm gut geht. sofern es ihm gut geht. ich will jetzt echt abschliessen mit ihm. ich muss ja. aber wie?

irgendwie fahre ich mal wieder die schwierigere strategie in meinem leben. allen widrigkeiten zum trotz. die tatsache, dass ich mich habe breitschlagen lassen, doch noch bei ihm zu arbeiten, war ein fehler. denn heute ist er aus den ferien gekommen, und da sind sie wieder überall. die kleinen pickser. ich war in einer behandlung und hörte plötzlich, dass er kam, um die putzarbeiten zu tätigen. und schon konnte ich mich nicht mehr voll auf meine arbeit konzentrieren. blöd für meine klientin. blöd für mich. später war ich noch mal am arbeiten und ich hörte (der raum ist eh nicht so geeignet zum arbeiten für mich, weil es viel zu ringhörig ist) wie er zu jemandem sagte, ja, die ferien wären super gewesen. er hätte sich sonst jeweils nicht so schnell entspannen können, aber diesmal, ja diesmal (das erste mal mit der neuen) sei es ihm von anfang an gelungen. schön für ihn.

aber wie blöd bin ich, dass ich mir das antue? ich war bereit, den raum zu künden, um für mich und ihn mehr abstand zu gewinnen. aber er hat mich dann überredet (warum in gottes namen), trotz unserer trennung dort weiter zu machen.

und nun hab ich das geschenk. ich meine, es geht mir wieder super. aber so ist es schwer. und warum tu ich mir das an?

bitte jetzt: loslassen......... frei sein.... für was besseres....

 

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