letztens war mein Schatz an einem Klassentreffen. Und er erfuhr so den neuesten Tratsch. Und eins davon war, dass R. ein Alkoholproblem hat. Das hat mir sehr leid getan. Nicht dass ich davon nicht schon gewusst habe, ich habe ihn diesen Sommer mal gesehen, vormittags mit Fahne und deutlich bzw. eindeutig aufgeschwemmtem Gesicht und Bierbauch und so. Ja, wenn man gegen die 50 zu geht, zeichnet sich der Lebenswandel ab. Also war das nichts neues für mich, neu war nur, dass so offiziell darüber geredet wird. Nicht sehr schön. Denn R. hat ein eigenes Geschäft und so Gerede ist da wohl auch nicht gerade förderlich.
Meine Schwester, meine Mam und ich waren zusammen essen und im Theater diese Woche, da hab ich ihnen davon erzählt. Denn R. hat seine Lehre bei meinem Vater gemacht, wir kennen ihn daher gut.
Beide meinten einhellig: Ja was, das stimmt sicher nicht. Dummes Gerede. Der R. sei ja so was von okay. Sehr typisch für meine Familie, was uns nicht passt, stimmt einfach nicht. Ich musste sehr über diese Reaktion Lachen und meinte: Ja, ich weiss, wir haben den R. gerne. Und wollen sowas nicht hören. Aber Freunde, leider glaube ich, es ist trotzdem wahr, und es tut mir sehr leid.
Am gleichen Abend wurde klar, dass meine Mam ein Hörgerät braucht. Sie hat nur die Hälfte im Theater verstanden. Vielleicht hört man wirklich mit den Jahren nicht mehr gut, wenn man das Leben lang nur hört, was man hören will…
Meine Schwester, meine Mam und ich waren zusammen essen und im Theater diese Woche, da hab ich ihnen davon erzählt. Denn R. hat seine Lehre bei meinem Vater gemacht, wir kennen ihn daher gut.
Beide meinten einhellig: Ja was, das stimmt sicher nicht. Dummes Gerede. Der R. sei ja so was von okay. Sehr typisch für meine Familie, was uns nicht passt, stimmt einfach nicht. Ich musste sehr über diese Reaktion Lachen und meinte: Ja, ich weiss, wir haben den R. gerne. Und wollen sowas nicht hören. Aber Freunde, leider glaube ich, es ist trotzdem wahr, und es tut mir sehr leid.
Am gleichen Abend wurde klar, dass meine Mam ein Hörgerät braucht. Sie hat nur die Hälfte im Theater verstanden. Vielleicht hört man wirklich mit den Jahren nicht mehr gut, wenn man das Leben lang nur hört, was man hören will…
gamine - am Samstag, 11. November 2017, 17:01 - Rubrik: la vie et les autres
Vielleicht hat es damit zu tun, dass der Herbst so schön und lange war. Und vielleicht auch mit etwas anderem. Jedenfalls ist es so, dass ich es total geniesse und begrüsse, dass es endlich wieder früh dunkel wird. Und es endlich Tage gibt, die verhangen und verregnet sind. Und dass ich so fühle und darüber schreibe erstaunt mich schon ein wenig.
Über viele Jahre war ich im Winterhalbjahr immer 4-6 Wochen an der Sonne. Und fand das echt der beste Way of Life. Mit meinem jetzigen Schatz ist das nicht möglich, wegen seiner Kinder. Und schnell hab ich gemerkt, dass ohne ihn länger als ein paar Tage verreisen für mich nicht lustig ist.
So versuche ich mich also seither mich den vier Jahreszeiten hinzugeben. Genau zu fühlen, was wann für Energien spielen. Das Überschüssige im Frühjahr, die Sommerhitze und langen Tage im Sommer, die Schönheit und Melancholie im Herbst und jetzt bereits langsam aber gefühlt endlich, nach dem Reichtum von Frühling Sommer Herbst, langsam der Rückzug. Die Einkehr, das Regenerieren.
Und da, ich wenn die Sonne scheint, meine Freizeit wann immer möglich im Freien verbringe, bis diese untergeht und auch der Abendhimmel dunkel ist, wärmt es mir jetzt echt das Herz, drinnen zu sein. In Ruhe ein bisschen abhängen zu können. Das kuschlige herzwärm Gefühl, das ich dabei empfinde ist wirklich fast (oder ganz? Da muss ich noch genau darüber sinnen, es ist zu neu für mich, so neu, dass ich dem noch nicht ganz traue) gleichwertig wie dem, wenn nach einem Winter wieder die Frühlingssonne wärmt.
Und wenn ich, nach genaueren Betrachtung und längerer Beobachtungszeit zum Schluss kommen werde, dass es wirklich ganz gleichwertig ist, welch Gewinn an Lebensfreude das doch wäre.
edit: und vielleicht ist es nur der Trotz. Dass es mir mächtig auf den Keks geht, wenn die Leute immer so viel jammern. Ach jetzt ist es dunkel wenn ich aus dem Haus gehe und auch wenn ich heim kommen. Und ach dieses Sauwetter heute... Bähhh. Das nervt. Da schwimm ich gerne mal gegen den Strom...
Über viele Jahre war ich im Winterhalbjahr immer 4-6 Wochen an der Sonne. Und fand das echt der beste Way of Life. Mit meinem jetzigen Schatz ist das nicht möglich, wegen seiner Kinder. Und schnell hab ich gemerkt, dass ohne ihn länger als ein paar Tage verreisen für mich nicht lustig ist.
So versuche ich mich also seither mich den vier Jahreszeiten hinzugeben. Genau zu fühlen, was wann für Energien spielen. Das Überschüssige im Frühjahr, die Sommerhitze und langen Tage im Sommer, die Schönheit und Melancholie im Herbst und jetzt bereits langsam aber gefühlt endlich, nach dem Reichtum von Frühling Sommer Herbst, langsam der Rückzug. Die Einkehr, das Regenerieren.
Und da, ich wenn die Sonne scheint, meine Freizeit wann immer möglich im Freien verbringe, bis diese untergeht und auch der Abendhimmel dunkel ist, wärmt es mir jetzt echt das Herz, drinnen zu sein. In Ruhe ein bisschen abhängen zu können. Das kuschlige herzwärm Gefühl, das ich dabei empfinde ist wirklich fast (oder ganz? Da muss ich noch genau darüber sinnen, es ist zu neu für mich, so neu, dass ich dem noch nicht ganz traue) gleichwertig wie dem, wenn nach einem Winter wieder die Frühlingssonne wärmt.
Und wenn ich, nach genaueren Betrachtung und längerer Beobachtungszeit zum Schluss kommen werde, dass es wirklich ganz gleichwertig ist, welch Gewinn an Lebensfreude das doch wäre.
edit: und vielleicht ist es nur der Trotz. Dass es mir mächtig auf den Keks geht, wenn die Leute immer so viel jammern. Ach jetzt ist es dunkel wenn ich aus dem Haus gehe und auch wenn ich heim kommen. Und ach dieses Sauwetter heute... Bähhh. Das nervt. Da schwimm ich gerne mal gegen den Strom...
gamine - am Samstag, 11. November 2017, 16:51 - Rubrik: la vie et moi
Wir orientieren uns am aussen, anstatt an uns selber. Das schwächt uns.
Sich täglich 5 Minuten hinsetzen und in sich hineinfühlen, hineinhorchen, hineinschauen. Den Atem beobachten, wahrnehmen, wie es mir eigentlich geht. Ganz genau.
Wer sich so mit sich selber verbindet und dadurch mehr bei sich zu Hause ist, wird friedlicher und kraftvoller durch die Tage gehen.
Sich täglich 5 Minuten hinsetzen und in sich hineinfühlen, hineinhorchen, hineinschauen. Den Atem beobachten, wahrnehmen, wie es mir eigentlich geht. Ganz genau.
Wer sich so mit sich selber verbindet und dadurch mehr bei sich zu Hause ist, wird friedlicher und kraftvoller durch die Tage gehen.
gamine - am Samstag, 11. November 2017, 09:42 - Rubrik: selfworkwomen