Jetzt muss ich doch mal versuchen, den Grund rauszuschreiben. Den Grund warum ich wieder blogge. Denn eigentlich habe ich so das Gefühl, wenn einmal wieder alle Stricke reissen, könnte Schreiben mich retten.
Schreiben ist etwas, das kann ich mit mir tun und es bringt mich zu mir. Gleichzeitig ist es ein Dialog mit mir, denn die Worte kommen ja aus mir raus. Und da ich im Dialog bin, bin ich also nicht alleine. Und dennoch unabhängig von anderen. Die Angst vor dem alleine sein ist nämlich ein ganz grosser Berg in meinem Leben. Diese hat mich schon zu ganz viel Unfug angestiftet. Und allmählich wird sie kleiner und lichter. Sterben muss jeder selber und trotzdem sind wir nie alleine. Und ich bin ganz schön ausgesöhnt mit dem.
Tja jetzt kommts, jetzt muss ich sie erwähnen. Mil*enaMos*er. Eine wunderbare Schriftste*llerin. Seit ich jung bin lese ich sie. Nun vor einiger Zeit neu entdeckt. Sie schreibt so vieles, was sich für mich ähnlich anfühlt. Und sie schreibt eben. Nicht das ich davon leben möchte, ich hab nen tollen Beruf. Aber ich denke, im Notfall könnte ich mein Leben damit retten. Wenn mal wieder alle Stricke reissen. Und das fühlt sich sehr gut an. Sie gibt auch Kurse. Ja das wär jetzt mein Notfallplan. In einen dieser Kurse zu gehen.
Und da ich den Notfallplan jetzt hab, scheint der Fall, ein Notfall würde eintreten, wirklich richtig weit weg...
Schreiben ist etwas, das kann ich mit mir tun und es bringt mich zu mir. Gleichzeitig ist es ein Dialog mit mir, denn die Worte kommen ja aus mir raus. Und da ich im Dialog bin, bin ich also nicht alleine. Und dennoch unabhängig von anderen. Die Angst vor dem alleine sein ist nämlich ein ganz grosser Berg in meinem Leben. Diese hat mich schon zu ganz viel Unfug angestiftet. Und allmählich wird sie kleiner und lichter. Sterben muss jeder selber und trotzdem sind wir nie alleine. Und ich bin ganz schön ausgesöhnt mit dem.
Tja jetzt kommts, jetzt muss ich sie erwähnen. Mil*enaMos*er. Eine wunderbare Schriftste*llerin. Seit ich jung bin lese ich sie. Nun vor einiger Zeit neu entdeckt. Sie schreibt so vieles, was sich für mich ähnlich anfühlt. Und sie schreibt eben. Nicht das ich davon leben möchte, ich hab nen tollen Beruf. Aber ich denke, im Notfall könnte ich mein Leben damit retten. Wenn mal wieder alle Stricke reissen. Und das fühlt sich sehr gut an. Sie gibt auch Kurse. Ja das wär jetzt mein Notfallplan. In einen dieser Kurse zu gehen.
Und da ich den Notfallplan jetzt hab, scheint der Fall, ein Notfall würde eintreten, wirklich richtig weit weg...
gamine - am Montag, 2. Oktober 2017, 17:43
Familie sind nicht Freunde. Familie ist Familie, Blut ist dicker als Wasser.
^
Mein leben lang habe ich bis jetzt geglaubt, dass es das wichtigste ist, mit der Familie auszukommen. Viele viele Stunden habe ich damit zugebracht, in meiner Psyche zu forschen, um die Verhältnisse mit meinem Vater zu klären. Mit sehr mässigem Erfolg.
Mit meinen beiden Schwestern heben wir unsere Beziehung aufs Goldtablett. Wir sind Schwestern und lieben uns. Geschehe was wolle. Dies bringt mich extrem in Konflikt seit die beiden Kinder haben, seit 15 Jahren. Denn nun gehört mein Herz auch denen. Und die Erziehungsmethoden gleichen den an uns angewannten. Mit viel kalten Herzen, verbaler Gewalt und Unverständnis. Seit 16 Jahren versuche ich zu vermitteln. Für die Kinder einzustehen, möglichst ohne meine Schwestern vor den Kopf zu stossen. Mit dem Resultat: Ich erleide die gleichen Dramen nochmals und ändern tut sich nichts.
Endlich nun, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Ich muss überhaupt nichts. Ich muss nicht länger die Gewalt in meiner Familie mit ansehen. Ich kann mich einfach rausnehmen.
Irgendwie war ich immer so erpressbar. Aus Angst vor dem Alleinesein. Langsam werde ich efamilienzipiert. Und auch sonst unabhängiger. Ich werde nie wirklich alleine sein. Niemand ist alleine.
Und das alles nur als innerer Prozess. Ein entscheid für mich. Niemand in der Familie merkt etwas. Nur ich fühle mich auf eine neue, schöne weise freier.
^
Mein leben lang habe ich bis jetzt geglaubt, dass es das wichtigste ist, mit der Familie auszukommen. Viele viele Stunden habe ich damit zugebracht, in meiner Psyche zu forschen, um die Verhältnisse mit meinem Vater zu klären. Mit sehr mässigem Erfolg.
Mit meinen beiden Schwestern heben wir unsere Beziehung aufs Goldtablett. Wir sind Schwestern und lieben uns. Geschehe was wolle. Dies bringt mich extrem in Konflikt seit die beiden Kinder haben, seit 15 Jahren. Denn nun gehört mein Herz auch denen. Und die Erziehungsmethoden gleichen den an uns angewannten. Mit viel kalten Herzen, verbaler Gewalt und Unverständnis. Seit 16 Jahren versuche ich zu vermitteln. Für die Kinder einzustehen, möglichst ohne meine Schwestern vor den Kopf zu stossen. Mit dem Resultat: Ich erleide die gleichen Dramen nochmals und ändern tut sich nichts.
Endlich nun, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Ich muss überhaupt nichts. Ich muss nicht länger die Gewalt in meiner Familie mit ansehen. Ich kann mich einfach rausnehmen.
Irgendwie war ich immer so erpressbar. Aus Angst vor dem Alleinesein. Langsam werde ich efamilienzipiert. Und auch sonst unabhängiger. Ich werde nie wirklich alleine sein. Niemand ist alleine.
Und das alles nur als innerer Prozess. Ein entscheid für mich. Niemand in der Familie merkt etwas. Nur ich fühle mich auf eine neue, schöne weise freier.
gamine - am Montag, 2. Oktober 2017, 17:32
Schon immer war ich Verfechterin der Langenweile. Bzw. dass es einem ab und zu mal wieder langweilig sein muss.
Vor einigen Wochen hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich mich endlich mal wieder richtig erholt fühle. Und mit endlich meine ich: seit Jahren. Vielen Jahren. Ich hab ein Geschäft aufgebaut und neben her während 9 Jahren studiert. Davor hab ich meinen Job gekündet, weil es Unstimmigkeiten gab... Seit anderthalb Jahren endlich mit dem Studium fertig, und das gab mir so in etwa einen Tag. Das Studium hat so lange gedauert, weil ich die Praxis hatte und durchschnittlich so ein Tag die Woche in der Schule war. Manchmal an den Wochenenden, manchmal mehr, manchmal weniger. Und sobald ich damit endgültig fertig war, begann ich schon zu überlegen, was ich mit dem Tag nun anfangen soll.
Eine weise Frau riet mir: Am besten gar nichts. Schau mal was passiert. Und so kam ich zu meinem "ach so fühlt sich erholt sein an" Gefühl. Dieses artet jetzt langsam in Langeweile aus.
Ich brauche Inspiration. Denn Meditieren und Yoga und Kochen und Gärtnern tu ich bereits regelmässig. Freunde treffen auch. Bloggen neuerdings auch wieder.
So hab ichs gewagt, einen Kurs auszuschreiben. Auf meiner Homepage vorerst. Für nächstes Jahr. Mal sehen.
Vor einigen Wochen hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich mich endlich mal wieder richtig erholt fühle. Und mit endlich meine ich: seit Jahren. Vielen Jahren. Ich hab ein Geschäft aufgebaut und neben her während 9 Jahren studiert. Davor hab ich meinen Job gekündet, weil es Unstimmigkeiten gab... Seit anderthalb Jahren endlich mit dem Studium fertig, und das gab mir so in etwa einen Tag. Das Studium hat so lange gedauert, weil ich die Praxis hatte und durchschnittlich so ein Tag die Woche in der Schule war. Manchmal an den Wochenenden, manchmal mehr, manchmal weniger. Und sobald ich damit endgültig fertig war, begann ich schon zu überlegen, was ich mit dem Tag nun anfangen soll.
Eine weise Frau riet mir: Am besten gar nichts. Schau mal was passiert. Und so kam ich zu meinem "ach so fühlt sich erholt sein an" Gefühl. Dieses artet jetzt langsam in Langeweile aus.
Ich brauche Inspiration. Denn Meditieren und Yoga und Kochen und Gärtnern tu ich bereits regelmässig. Freunde treffen auch. Bloggen neuerdings auch wieder.
So hab ichs gewagt, einen Kurs auszuschreiben. Auf meiner Homepage vorerst. Für nächstes Jahr. Mal sehen.
gamine - am Montag, 2. Oktober 2017, 17:18
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