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wahrscheinlich hätte es mich einfach durch die luft gejagt, wäre explodiert, hätte ich nicht durch das schreiben ein ventil entdeckt, den seelischen überdruck aus den herzkammern abzulassen. ich schrieb mich durch die krise, hielt mich schreibend über wasser; ich entdeckte das schreiben als selbsttherapie. schliesslich ist schreiben die älteste therapieform. das von vielen belächelte tagebuchschreiben ist nichts weiter als tägliche psychohygiene. wie zähenputzen. damit sich kein belag auf der seele bildet und die fenster verdreckt.

aus "die krischen in nachbars garten" von julia onken

el viva die ganze bloggerei!

ich frage mich ernsthaft, ob ich seriös genug bin, heute im ausgang beim lieblings dj nur mässig alkohol zu konsumieren und rechtzeitig feierabend zu machen, weil morgen, ja morgen früh umd 8.30 meine schule beginnt.

mir zu gute kommt, das ich mit meiner allerseriösisten freundin gehen werde. sozusagen die einzige, die ich habe und die keine sumpfgurke ist.

wir werden sehen.

also ich massiere da ja vierzehntäglich je einen vormittag in drei niederlassungen einer firma. jetzt läuft die sache seit anfang jahr, und für mich ist es nen knochenjob, aber dafür rollt der rubel. und es ist auch spannend. aber so spannend dann auch nicht, weil ich oft ausrechne, wieviele aufträge ich in meiner praxis haben müsste, um dann auf fixaufträge verzichten zu können, was letztendlich doch mein ziel ist. und es sind noch ein bisschen mehr als doppeltsoviele. also braucht es noch aufbauarbeit. was ja klar ist, sind's im sommer erst 2 jahre.

gut. was ich aber erzählen will, ist die stimmungen in den verschiedenen niederlassungen. und in einer ist es ziemlich krass. wie die leute unzufrieden sind. es gibt das massagelager, diejenigen die kommen, und das andere lager, die die nicht kommen. und alle jammern, und keiner will eigentlich, dass es ihm gut geht. sie verdienen ziemlich viel kohle, sind aber überhaupt nicht glücklich. sind angespannt und verspannt und haben kopfweh und sind oft krank. träumen von ferien oder irgendeiner zukunft, die sie dann doch nicht genauer benennen können. und vor allem ziehen über die firma und die anderen her. und die vorgestetzten geben überhaupt keine positiven richtilinien. der chef hat mir erzählt, dass er mir von dem massageprojekt schon einen rückgang der krankheitsabsenzen verspricht. und er werde da natürlich mit dem guten beispiel voraus gehen. aber er ist noch nie gekommen. ev. trauen sich von daher einige nicht. und die leute haben telefondienst, und lassen sich manchmal von einer kollegin vertreten, damit sie in die massage kommen, was geht und sinnvoll ist. aber die teamleiterin kommt nicht wenn sie telefondienst hat. auch wenn ihre mitarbeiterinnen ihr anbieten, sie zu vertreten. wie sollen sich da einige autoritätsgläubige migränisten dann getrauen? frust auf der ganzen linie.

ich bin da, höre zu, ziehe meine schlüsse und habe zum glück gerade rechtzeitig gemerkt, dass ich erstens schweigen muss, und zweitens mich nicht reinziehenlassen will. und das ganze überhaupt nichts mit mir zu tun hat. gut habe ich diesen abstand, so kann ich gespannt zuschauen, wie sich das so weiterentwickelt. denn meine termine sind ja fast alle ausgebucht. also.

 

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